Die Cannabis-Anbauanleitung von Royal Queen Seeds

By Steven Voser

Für optimale Ergebnisse sollte Cannabis in einer kontrollierten Umgebung bei Temperaturen zwischen 15 und 21 °C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 45–55 % getrocknet werden. Anschließend solltest du deine Buds in hochwertigen Behältern bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 58–62 % fermentieren, um ihren Geschmack, ihr Aroma und ihre Potenz noch weiter zu verbessern. Lies weiter, um zu erfahren, wie du dein Gras trocknen und fermentieren solltest, um jedes Mal eine erstklassige Konsumerfahrung sicherzustellen.

Ein Schritt-für-Schritt-Prozess zum Trocknen und Aushärten von Cannabisblüten, einschließlich Aufhängen zum Trocknen, Beschneiden mit einer Schere und Lagerung in luftdichten Gläsern für optimale Konservierung.

Warum muss ich mein Cannabis trocknen und fermentieren

Das Trocknen und Fermentieren von Cannabis sind von entscheidender Bedeutung. Richtiges Trocknen und Fermentieren verwandeln deine sorgfältig angebauten Blüten in die potenten, aromatischen Buds, die du dir erhofft hast, als du die Samen gepflanzt hast.

In erster Linie entzieht der Trocknungsprozess den frisch geernteten Blüten Feuchtigkeit und sorgt dafür, dass sie sich beim Rauchen/Verdampfen richtig erhitzen lassen und über längere Zeiträume gelagert werden können, ohne zu schimmeln. Außerdem werden dadurch die chemischen Prozesse in Gang gesetzt, die dafür sorgen, dass dein Gras die gewünschte Wirkung erzielt, wie zum Beispiel Decarboxylierung.

Beim Fermentieren (häufig auch Aushärten oder Curing) hingegen wird dein Weed in den richtigen Behältern und unter den richtigen Bedingungen gelagert, damit seine Aromen, Geschmacksnoten und Potenz weiter reifen können. Auch wenn dein Gras nach dem Trocknen theoretisch rauchbar ist, entscheidet das Fermentieren über die endgültige Qualität deiner Ernte.

Alles in allem helfen das Trocknen und Aushärten von Cannabis dabei:

  • Feuchtigkeit aus frischen Cannabisblüten zu entfernen, damit sie geraucht, verdampft und gelagert werden können, ohne zu schimmeln.
  • Cannabinoide und Terpene zu aktivieren, damit Weed potent, geschmacksintensiv und aromatisch ist.
  • Chlorophyll abzubauen, was eine sanfte Rauch-/Dampferfahrung gewährleistet.

Richtiges Trocknen und Fermentieren
Geschmack und Aroma Reichhaltig, aromatisch und vollmundig
Rauchqualität Hoch
Schimmelrisiko Niedrig
Potenz Hoch
Falsches Trocknen und Fermentieren
Geschmack und Aroma Schlechter, kratziger Geschmack
Rauchqualität Kratzig
Schimmelrisiko Hoch
Potenz Niedrig

Wie lange dauert es, Cannabis richtig zu trocknen?

Das Trocknen von Cannabis dauert in der Regel 7–14 Tage. Die Dauer hängt von folgenden Faktoren ab:

  • Größe der Blüten: Große, dichte Blüten brauchen länger zum Trocknen als leichte, luftige Buds.
  • Trimmen und Trocknen: Getrimmte Blüten trocknen schneller als ungetrimmte. Außerdem trocknen große Zweige länger als kleinere oder einzelne Buds.
  • Temperatur und Luftfeuchtigkeit: Unter warmen, trockenen Bedingungen trocknen Buds schneller.
Hängetrocknung
7-14 Tage Traditionelle, langsame Trocknung.
Gestelltrocknung

5-10 Tage

Schnellere Trocknung kleinerer Blüten. Gut für große Ernten
Growbox-Trocknung
7-14 Tage Ermöglicht mehr Kontrolle. Ideal für fortgeschrittene Grower

Worin besteht der Unterschied zwischen Trocknen und Fermentieren?

Trocknen und Fermentieren sind zwei verschiedene Verfahren, die beide nach der Ernte stattfinden und für die Produktion von hochwertigem Cannabis unerlässlich sind. Sie unterscheiden sich folgendermaßen:

  • Beim Trocknen wird den Blüten Feuchtigkeit entzogen. Dadurch wird sichergestellt, dass sie ohne Schimmelbildung gelagert werden können und sich richtig verbrennen oder verdampfen lassen. Darüber hinaus werden beim Trocknen auch einige der in lebenden Cannabispflanzen enthaltenen Cannabinoide abgebaut, wodurch das Gras potenter wird.
  • Beim Fermentieren wird das Chlorophyll in den trockenen Blüten abgebaut sowie die Reifung von Terpenen und Cannabinoiden gefördert. So wird ein sanftes, potentes und leckeres Endprodukt sichergestellt.
Vergleich der Trocknungs- und Aushärtungsprozesse von Cannabis: Links frisch geerntete Cannabispflanzen, die zum Trocknen aufgehängt werden; rechts beschnittene Blüten, die in Glasbehältern für eine ordnungsgemäße Aushärtung und Lagerung aufbewahrt werden.

Die Wissenschaft hinter dem Trocknen und Fermentieren

Zum Zeitpunkt der Ernte enthalten Cannabisblüten etwa 80 % Wasser. Dieser hohe Feuchtigkeitsgehalt muss allmählich reduziert werden, um ein angenehmes, geschmacksintensives Raucherlebnis und ein Produkt mit guter Haltbarkeit zu gewährleisten. Hier kommt das Trocknen ins Spiel: Es entfernt überschüssige Feuchtigkeit aus den Blüten, wodurch sie weniger anfällig für Schimmel sind und sich besser verbrennen lassen.

Während Cannabis trocknet, durchläuft es ganz langsam den Prozess der Decarboxylierung – eine chemische Reaktion, bei der Cannabinoidsäuren wie THCA und CBDA eine Carboxygruppe verlieren, was sie in ihre aktiven Formen THC und CBD umwandelt. Letztere sind die Verbindungen, nach denen die meisten Konsumenten in getrockneten Cannabisblüten suchen, da sie zu den psychoaktiven und ganzheitlichen Effekten von Weed beitragen. Die letzte Phase der Decarboxylierung findet statt, wenn man Cannabis erhitzt – entweder durch Rauchen, Verdampfen oder Erhitzen im Ofen bei der Zubereitung von Edibles.

Nachdem die Cannabisblüten getrocknet wurden, wird ihre Qualität in der Curing-Phase noch weiter veredelt. Während dieses Prozesses setzt sich die Decarboxylierung fort, jedoch langsamer, damit sich die Terpene – die aromatischen Verbindungen, die für die einzigartigen Geschmacksnoten und Düfte von Cannabis verantwortlich sind – weiterentwickeln und reifen können. Dieser langsame Reifungsprozess verhindert den schnellen Abbau von Cannabinoiden und Terpenen, wodurch die Potenz der Pflanze bewahrt und das Raucherlebnis insgesamt verbessert wird.

Darüber hinaus trägt das Aushärten zum Abbau von Chlorophyll bei, dem Pigment, das für die grüne Farbe von Cannabis verantwortlich ist. Wenn Chlorophyll abgebaut wird, verschwindet der herbe, grasige Geschmack frischer oder noch nicht ausgehärteter Blüten. Das Ergebnis ist ein sanfteres, angenehmeres Raucherlebnis mit komplexeren Aromen und Geschmacksnoten.

Wenn die Pflanzen zur Erntezeit voller Blüten sind, kann es schwerfallen, geduldig zu sein. Um potente, geschmacksintensive, aromatische und vor allem für die Langzeitlagerung geeignete Buds zu produzieren, ist es jedoch essenziell, Geduld zu bewahren und sich die Zeit zu nehmen, sein Weed richtig zu trocknen und zu fermentieren.

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Wie trimme ich mein Weed am besten? (Nass- vs. Trockentrimmen)

Es gibt zwei Hauptmethoden, deine Buds zur Erntezeit zu trimmen: Nasstrimmen (dabei werden die Blüten direkt nach der Ernte getrimmt) und Trockentrimmen (dabei werden die Blüten getrimmt, nachdem sie getrocknet wurden).

Die Trimmmethode kann sich auf alles auswirken – von der Sanftheit des Rauchs bis hin zum Aussehen der Buds. Welche Methode du wählst, hängt von deinen Vorlieben ab, denn beide Techniken haben ihre Vor- und Nachteile.

Nass- vs. Trockentrimmen: Vor- und Nachteile

Nasstrimmen
Einfachere, schnellere Trocknung Kann zu schnell trocknen, wodurch Terpene verloren gehen. Unerfahrene Trimmer laufen eher Gefahr, ihre Buds zu stark zu trimmen
Trockentrimmen

Fördert eine langsamere Trocknung, die Geschmacksnoten und Aromen verbessern kann

Längere Trocknungszeit erfordert Geduld. Unter schlechten Bedingungen kann Trockentrimmen das Schimmelrisiko erhöhen

Du bist dir unsicher, welche Trimmmethode du nutzen sollst? Hier findest du unseren umfassenden Leitfaden zum Trimmen von Cannabis.Vergleich zwischen nassem und trockenem Trimmen von Cannabis. Links erfolgt das nasse Trimmen direkt nach der Ernte, wodurch das Entfernen der Blätter erleichtert wird. Rechts wird das trockene Trimmen nach dem Trocknen durchgeführt, um die Aushärtung und den Erhalt der Terpene zu verbessern.

Wet vs dry cannabis trimming phone DE

Wie trockne ich meine Buds am besten, nachdem ich sie geerntet und getrimmt habe?

Am besten trocknet man Cannabisblüten, indem man sie in einem gut belüfteten Raum aufhängt. Wenn die Luft ungehindert an allen Seiten der Blüten zirkulieren kann, trocknen sie gleichmäßig und langsam.

Wir empfehlen zum Trocknen von Cannabis vor allem drei Methoden:

  • Hängetrocknung: Pflanzen werden in einem Raum, Schrank oder einem ähnlichen Ort aufgehängt.
  • Gestelltrocknung: Cannabisblüten oder -zweige werden auf einem Trockengestell getrocknet.
  • Growbox-Trocknung: Cannabis wird in einfach nach der Ernte in einer Growbox aufgehängt, in der man die Umgebung vollständig kontrollieren kann.

Trocknungsmethoden: Vor- und Nachteile

HHängetrocknung
Vorteile Ideal zum Aufhängen ganzer Pflanzen oder großer Zweige. Sorgt für eine allmähliche, langsame Trocknung und minimiert den Abbau von Terpenen/Cannabinoiden.
Nachteile Langsamer als das Trocknen auf Gestellen. Nicht geeignet für enge Räume oder Grower, die in kurzer Zeit große Mengen Gras trocknen müssen.
Gestelltrocknung

Vorteile

Verwendet Trockengestelle, auf denen einzelne Blüten liegen können. Viel schneller als Hängetrocknung und ideal zum Trocknen großer Ernten auf kleinerem Raum.
Nachteile Erhöhtes Risiko von Übertrocknung.
Growbox-Trocknung
Vorteile Perfekt, um eine isolierte Trocknungsumgebung zu schaffen. Kann mit Gestellen oder dem Aufhängen großer Pflanzen/Zweige kombiniert werden.
Nachteile Erfordert eine Growbox zum Trocknen und umfassende Umweltkontrolle – nicht jeder Grower hat Zugang dazu.

Umweltfaktoren, die sich auf die Trocknung auswirken

Die Umweltfaktoren, die sich am stärksten auf die Trocknung deines Weeds auswirken, sind Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftzirkulation.

  • Bei hohen Temperaturen (über 23 °C) trocknet dein Cannabis schneller, aber du riskierst auch, dass die Cannabinoide und Terpene schnell abgebaut werden, was zu einem schwächeren Endprodukt führt, das nicht so gut riecht und schmeckt.
  • Niedrige Temperaturen (unter 15 °C) verlangsamen den Trocknungsprozess, also musst du länger warten, bis du dein Weed konsumieren kannst.
  • Hohe Luftfeuchtigkeit (über 60 % relative Luftfeuchtigkeit) schafft einen Nährboden für Bakterien und Pilze, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass deine Buds schimmeln.
  • Niedrige Luftfeuchtigkeit (unter 40 % relative Luftfeuchtigkeit) erhöht das Risiko, dass dein Gras zu trocken wird und seine Cannabinoide und Terpene zu schnell abgebaut werden.
  • Geringe Belüftung: Durch mangelnde Luftzirkulation können die Temperaturen steigen, da die Luft an deinem Trocknungsort dann zu stehen beginnt. Dadurch steigt die Temperatur, was die oben genannten Probleme im Zusammenhang mit hohen Temperaturen verursacht.
  • Starke Belüftung: Wenn du dein Gras unter windigen Bedingungen trocknest (z. B. direkt vor einem Ventilator), werden Terpene und Cannabinoide schneller abgebaut, was sich auf die Aromen, Geschmacksnoten und Potenz deines Weeds auswirkt.

Hilfsmittel zur Aufrechterhaltung der idealen Luftfeuchtigkeit und Temperatur

Das sind die besten Hilfsmittel, um die richtige Umgebung für das Trocknen von Cannabis zu schaffen:

  • Thermo-Hygrometer (um die Temperatur und Luftfeuchtigkeit zu überwachen)
  • Luftbefeuchter oder Luftentfeuchter (um die relative Luftfeuchtigkeit zu senken oder zu erhöhen)
  • Klimaanlagen (um die Temperatur zu kontrollieren)
  • Ventilatoren (um deinen Trocknungsbereich zu belüften)

So trocknet man Buds: Ideen zum Trocknen von Cannabis

Bei Methoden zum Trocknen ihrer Buds können Grower sehr erfinderisch sein. Wir empfehlen jedoch, sich nach Möglichkeit an bewährte Trocknungstechniken wie die Hängetrocknung, das Trocknen auf Gestellen oder in einer Growbox zu halten. Diese Techniken liefern zuverlässig gute Ergebnisse. Vermeide es, Cannabis in provisorischen Set-ups (z. B. in Pappkartons) zu trocknen, es sei denn, du hast keine andere Wahl.

Die beste Ausrüstung zum Trocknen von Cannabis

  • Trockengestelle (wie z. B. der RQS Kräutertrockner): Die meisten Grower haben nicht den Platz, um ganze Pflanzen in einem Raum oder einer Growbox aufzuhängen. Trockengestelle sind ideal, um den Platz maximal zu nutzen und gleichzeitig sicherzustellen, dass die Luft ungehindert um die Buds zirkulieren kann.

  • Klimaregler: Luftbefeuchter, Luftentfeuchter und Klimaanlagen bieten präzise Kontrolle über die Umgebung und mit ihnen lassen sich die perfekten Bedingungen zur Optimierung der Qualität der Ernte einstellen. Wenn man jedoch nicht gerade in Gebieten mit extremen Klimabedingungen lebt, benötigt man diese Geräte nicht unbedingt.
  • Ventilatoren: Oszillierende Ventilatoren reichen in der Regel aus, um frische Luft um die Blüten zirkulieren zu lassen und sicherzustellen, dass sie richtig trocknen.

Häufige Fehler beim Trocknen und wie man sie vermeidet

Das Trocknen von Cannabis ist ein einfacher Vorgang. Trotzdem kann gelegentlich etwas schiefgehen. Zu den häufigsten Fehlern, die Grower beim Trocknen von Cannabis machen, gehören:

  • Übertrocknen: Weil sie die Früchte ihrer Arbeit möglichst bald verkosten wollen, versuchen unerfahrene Grower hin und wieder, den Trocknungsprozess zu beschleunigen. Dabei übertrocknen sie ihr Gras häufig, wodurch sich das Aroma und die Potenz verschlechtern.
  • Schimmelprobleme: Feuchte Bedingungen können dazu führen, dass sich Schimmel auf den Cannabisblüten bildet. Dies ist vor allem für Grower ein Problem, die in Gebieten mit einem sehr feuchten Klima leben und nicht über die entsprechende Ausrüstung zur Kontrolle der Luftfeuchtigkeit verfügen.
  • Unzureichende Belüftung: Durch mangelnde Luftzirkulation kann sich heiße Luft um deine Buds herum ansammeln, was zu einer ungleichmäßigen Trocknung führt. Gleichzeitig kann eine zu starke Luftzirkulation die Terpene und Cannabinoide in deinem Weed abbauen und so Geschmack, Aroma und Potenz beeinträchtigen.

Wann weiß ich, dass meine Buds richtig getrocknet und bereit zum Fermentieren sind?

Cannabisblüten sind zum Aushärten bereit, wenn sie nur noch 10–12 % Feuchtigkeit enthalten. Doch wie kann man feststellen, wie feucht Gras ist? Zu den beliebtesten Methoden gehören folgende:

  1. Der Stielknicktest: Dies ist eine der beliebtesten Methoden, um den Feuchtigkeitsgehalt von Cannabis zu testen. Dazu musst du die Stiele deiner Blüten biegen – wenn sie sauber und hörbar brechen, sind die Buds wahrscheinlich trocken genug, um fermentiert zu werden. Wenn die Stiele nicht sauber brechen, sind die Buds noch feucht und müssen weiter trocknen.
  2. Der Blütentexturtest: Erfahrene Grower können anhand der Textur feststellen, ob die Buds trocken genug sind. Trockene Cannabisblüten sollten leicht und klebrig sein. Übertrocknete Buds haben eine spröde Textur, während solche, die zu viel Feuchtigkeit enthalten, schwerer sind und sich feucht und weich anfühlen.
  3. Feuchtigkeitsmesser: Wie der Name schon sagt, werden Feuchtigkeitsmesser zur Messung der Feuchtigkeit von Holz und anderen Materialien verwendet. Preiswerte Feuchtigkeitsmesser von Amazon oder ähnlichen Online-Händlern können die Feuchtigkeit in Cannabisblüten messen, wodurch das Rätselraten beim Trocknen und Aushärten deines Cannabis hinfällig wird.
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Wie fermentiere ich meine Buds?

Das Fermentieren oder Aushärten ist ein langsamer, kontrollierter Prozess, der nach dem Trocknen stattfindet. Er trägt zur Verbesserung der Qualität der getrockneten Cannabisblüten bei, indem er die Reifung von Terpenen fördert und Cannabinoide stabilisiert.

Gut ausgehärtetes Cannabis hat reiche, komplexe Aromen und Geschmacksnoten sowie potente Effekte. Eine einfache Fermentierung dauert zwar nur 2–4 Wochen, eine längere Reifezeit von 3–6 Monate kann den Geschmack und das Aroma von Cannabis jedoch erheblich verbessern. Erstklassiges Cannabis aus Fachgeschäften zeichnet sich beispielsweise dadurch aus, dass es über einen längeren Zeitraum fermentiert wurde.

Du bist ein erfahrener Cannabis-Grower? Dann solltest du deine Buds während des Aushärtungsprozesses zu verschiedenen Zeitpunkten testen, um ihre Veränderungen mitzuverfolgen. Zu den Vorteilen einer längeren Aushärtung gehören im Allgemeinen:

  • Bessere Aromen und Geschmacksnoten
  • Weniger Kratzen
  • Gleichmäßige Verbrennung oder Verdampfung

Cannabis fermentieren: Schritt für Schritt

Das Fermentieren von Cannabis braucht Zeit, ist aber unkompliziert. Hier folgt eine einfache Übersicht des Vorgangs:

  1. Gib deine getrockneten Blüten in luftdichte Gläser, die du zu etwa 75 % füllen solltest, damit die Luft zirkulieren kann.
  2. Lege in jedes Glas Humidity Packs. Packs mit 58–62 % eignen sich am besten für trockene Cannabisblüten.
  3. Bewahre deine Gläser an einem kühlen, dunklen Ort auf (idealerweise bei Temperaturen zwischen 15 und 21 °C).
  4. Entlüfte die Gläser in den ersten zwei Curing-Wochen zweimal täglich. Öffne dazu die Gläser und schüttle sie einige Minuten lang vorsichtig, um einen Sauerstoffaustausch zu ermöglichen.
Vier Schritte zur richtigen Cannabis-Aushärtung. 1: Fülle das Glas zu 75% mit getrockneten Blüten. 2: Füge Feuchtigkeits-Päckchen hinzu. 3: Lagere das Glas an einem kühlen, dunklen Ort. 4: Öffne das Glas täglich zur Belüftung.

Eine detailliertere Anleitung findest du in unserem umfassenden Leitfaden zum Aushärten von Cannabis.

Häufige Fehler, die man beim Fermentieren von Cannabis vermeiden sollte

  • Hohe Luftfeuchtigkeit: Beim Trocknen und Fermentieren von Weed ist eine hohe Luftfeuchtigkeit dein größter Feind. Überprüfe deine Buds regelmäßig in der ersten Curing-Woche. Wenn das Innere deiner Gläser grasig, feucht oder muffig riecht, nimm deine Buds heraus und gib sie für 1–3 Tage in eine Papiertüte, damit sie noch mehr Feuchtigkeit abgeben.
  • Niedrige Luftfeuchtigkeit: Wenn die Luftfeuchtigkeit in deinen Gläsern zu niedrig ist, können deine Blüten zu trocken werden und ihr natürliches Aroma, ihren Geschmack und ihre Potenz verlieren. Die Verwendung von Humidity Packs stellt die beste Methode dar, sicherzustellen, dass die Luftfeuchtigkeit in deinen Gläsern immer optimal ist.
  • Zu viel oder zu wenig entlüften: Übermäßiges Entlüften kann die Temperatur und Luftfeuchtigkeit in deinen Curing-Gläsern beeinflussen und dazu führen, dass deine Buds zu trocken werden. Andererseits kann zu seltenes Entlüften zu einer Ansammlung alter, abgestandener Luft führen, was das Schimmelrisiko erhöht.

Was ist die beste Luftfeuchtigkeit zum Fermentieren von Cannabis?

Die ideale Luftfeuchtigkeit zum Fermentieren von Cannabis beträgt 58–62 %. In diesem Bereich bleiben deine Buds frisch, aromatisch und potent, ohne dass sich Schimmel bildet. Die beste Möglichkeit, die richtige Luftfeuchtigkeit in deinen Curing-Gläsern aufrechtzuerhalten, ist die Verwendung von Humidity Packs. Unsere RQS Moisture Fighters wurden beispielsweise speziell für das Aushärten von Cannabis entwickelt.

Wie lange dauert der Fermentierungsprozess?

Die Curing-Zeiten von Cannabis können je nach Vorliebe und Geduld variieren. Eine einfache Fermentierung kann nur zwei Wochen dauern, erfahrene Grasliebhaber fermentieren ihre Blüten aber (mindestens) mehrere Monate. Üblich sind diese Curing-Zeiten:

  • 2–4 Wochen: Grundlegende Fermentierung. Sollte für ein optimales Raucherlebnis vermieden werden.
  • 3–6 Monate: für bessere Aromen und Potenz.
  • 6+ Monate: Buds in Premiumqualität mit vollständig ausgereiften Terpenen und Cannabinoiden.

Denke daran, dass das Aushärten von Gras ein essenzieller Prozess ist, der wie das Trocknen nicht überstürzt werden sollte. Dein Weed ist nach zwei Curing-Wochen zwar rauchbar, wird aber mit der Zeit immer besser. Das meiste erstklassige kommerzielle Cannabis wird beispielsweise mehrere Monate fermentiert, bevor es in die Regale kommt. Zu Hause kannst du die gleiche Qualität erzielen – dafür brauchst du lediglich Geduld.

Curing-Zeitplan für unterschiedliche Ergebnisse

Curing-Zeit Ergebnisse
2–4 Wochen Das absolute Minimum. Für Buds mit gutem Aroma und mäßiger Sanftheit.
3–4 Monate Reichhaltigere Aromen und sanfter Geschmack. Angemessene Curing-Zeit für die meisten erfahrenen Stoner.
4-6 Monate Spitzenqualität mit veredelten Aromen und erstklassiger Potenz.

Wie bewahre ich meine Buds am besten auf, wenn sie getrocknet und fermentiert wurden?

Nach dem Aushärten musst du deine Buds nur noch richtig lagern, um ihre Qualität zu bewahren. Glücklicherweise ist es ziemlich einfach, Cannabis richtig aufzubewahren – du brauchst lediglich hochwertige Vorratsbehälter und einen guten Plan.

Die besten Vorratsbehälter für Weed

  • Einmachgläser: erschwinglich, luftdicht und ideal für die langfristige Lagerung.
  • UV-beständige Gläser: besser als normale Einmachgläser, da sie Blüten besser vor Licht schützen (das Cannabinoide und Terpene abbaut).
  • Vakuumversiegelte Beutel: nützlich für die Lagerung großer Mengen, sollten aber nicht zu fest zusammengedrückt werden. Damit das Weed frisch bleibt, müssen sie unter kühlen, trockenen Bedingungen gelagert werden.

Zwei Methoden zur Lagerung von Cannabis. Links ein luftdicht verschlossenes Glas mit einem Feuchtigkeitsregler, rechts ein Metallbehälter mit Cannabisblüten von Royal Queen Seeds.

Tipps zur langfristigen Lagerung von Cannabis

Damit dein Gras länger frisch bleibt, solltest du Folgendes beachten:

  • Kunststoff vermeiden: In Kunststoffbehältern kann sich statische Elektrizität aufbauen, die Cannabis schadet. Außerdem können Chemikalien aus dem Kunststoff durch Wärme in deine Buds gelangen.
  • Weed an einem kühlen und dunklen Ort aufbewahren: Wärme und Licht beschleunigen den Abbau von Cannabinoiden und Terpenen. Wenn du Gras über einen längeren Zeitraum aufbewahren möchtest, sind sie dein größter Feind.
  • Stabile Temperaturen und eine stabile relative Luftfeuchtigkeit aufrechterhalten: Je stabiler deine Lagerumgebung ist, desto länger hält sich dein Gras. Führe dir vor Augen, wie hochwertige Tabakprodukte in Humidoren gelagert werden, und versuche, ähnliche Bedingungen zu schaffen. Tatsächlich eignen sich Tabakhumidore auch hervorragend zum Aufbewahren von Cannabis!
  • Vakuumversiegelung für große Ernten in Betracht ziehen: Du bist mit einer XL-Ernte gesegnet? Durch die Lagerung von Cannabis in vakuumversiegelten Kunststoffbeuteln wird die Sauerstoffbelastung reduziert, was die Haltbarkeit exponentiell verlängern kann. Denke daran, die vakuumversiegelten Beutel an einem dunklen, trockenen und kühlen Ort aufzubewahren. So kannst du die Haltbarkeit deines Vorrats maximieren.
  • Für die idealen Bedingungen sorgen: Für optimale Ergebnisse sollte Cannabis bei 21 °C und 58–62 % relativer Luftfeuchtigkeit gelagert werden.
Video id: 737520081

Trocknen und Fermentieren: Der Schlüssel zu einer erstklassigen Ernte

Das Trocknen und Fermentieren von Cannabis sind essenziell für die Optimierung von Aroma, Geschmack und Potenz. Und auch wenn es verständlich ist, dass du dein Gras zur Erntezeit unbedingt verkosten möchtest, ist es wichtig, dich in Geduld zu üben und dein Cannabis langsam zu trocknen und zu fermentieren. Um wenn du deine Ernte dann endlich genießen kannst, wirst du uns sicher danken!

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